Nik Filter in Affinity Photo verwenden

Die meisten Fotografen nutzen zur Verwaltung und Entwicklung ihrer RAW-Daten Adobe Lightroom und zur weiteren Bearbeitung Photoshop. Zweifelsfrei ein Standard, aber nicht die einzige gute Lösung für Fotobearbeitung.

Als nettes Photoshop Plugin hat auch die Nik Collection von Google bei vielen Fotografen Einzug gehalten.  Nach der Installation steht sie in Photoshop und auch in Lightroom direkt zur Verfügung. Fotos lassen sich in Lightroom direkt an die Nik Collection übergeben und werden als Kopie im .tif Format zur Bearbeitung geöffnet.

Nun hat 2015 die Firma Serif mit der Anwendung Affinity Photo einen Meilenstein gesetzt, was die Bearbeitung von Fotos betrifft. Die Anwendung dürfte wohl die größte Kompatibilität zu Photoshop haben, wie kein zweites. So lassen sich auch Photoshop Plugins einbinden und verwenden. Natürlich auch die inzwischen kostenlos erhältliche Nik Collection.

Die Google Nik Collektion gibt es seit einiger Zeit kostenlos.
Die Google Nik Collektion gibt es seit einiger Zeit kostenlos.

Wer nun wie ich mit Affinity Photo arbeitet und die Nik Collection verwenden möchte, muss nicht darauf verzichten. Denn sie lässt sich wie in den Adobe-Produkten komfortabel nutzen.

Installationspfad der Nik Collection
Installationspfad der Nik Collection

Nach der Installation der Nik Collection finden wir die Ordner unter C:\Program Files\Google\Nik Collection. Damit sind die Vorbereitungen auch schon abgeschlossen. Nun müssen wir Affinity Photo nur noch sagen, wo die Filter liegen. So starten wir Affinity Photo, klicken im Menü auf „Bearbeiten“ und ganz unten im Menü auf „Einstellung“. Oder man ruft die Einstellungen über die etwas merkwürdige Tastenkombination strg+, auf. (also Steuerung+Komma)

Dialog für Einstellungen in Affinity Photo
Dialog für Einstellungen in Affinity Photo

Im folgenden Dialog klicken wir auf „Photoshop Plugins“ und geben dort nun den obigen Pfad zu dem Verzeichnis an, in dem sich die Nik Collection befinden. Wenn man die Filter in ein anderes Verzeichnis installiert hat, muss dann der entsprechend richtige Pfad angegeben werden.

Wichtig ist, dass man einen Haken setzt, am unteren Rand „Verwendung „Unbekannter“ Plugins erlauben“. Ist dies nicht aktiviert kann es passieren, dass ein Großteil der Filter nicht funktioniert.

Haben wir nun alle Schritte ausgeführt und klicken auf Schließen, will Affinity Photo neu gestartet werden. Nach dem Neustart rufen wir die Einstellungen wieder auf und es sollte so aussehen wie im folgenden Bild.  Jetzt erklärt sich auch warum wir die Verwendung von unbekannten Plugins erlauben müssen. Aber keine Angst sie funktionieren alle.

Nach der Angabe des Verzeichnis mit den Filtern sollte es so aussehen.
Nach der Angabe des Verzeichnis mit den Filtern sollte es so aussehen.

Nun sind wir auch schon durch. Öffnet man nun ein Foto in Affinity Photo und klickt im Menü auf „Filter“, sieht man unten im Menü den Punkt „Plugins“, in dem sich wiederum ein Menüpunkt namens „Nik Collection“ befindet. Jetzt kann man das entsprechende Tool auswählen und das Foto wird an die Nik Collection übergeben, um es zu bearbeiten.

Fertig, die Nik Collection ist nun in Affinity Photo eingebunden und kann wie unter Lightroom verwendet werden.
Fertig, die Nik Collection ist nun in Affinity Photo eingebunden und kann wie unter Lightroom verwendet werden.

Was mir an dem ganzen sehr gut gefällt ist, dass Affinity Photo die Fotos in Verbindung mit einem Nik Filter sehr viel schneller öffnet als es Lightroom oder Photoshop je getan hätten. Auch die Bearbeitung ist insgesamt um einiges schneller.  Selbst Photoshop Dateien werden sehr viel schneller geöffnet als von Photoshop. Schon aus diesem Grund arbeite ich mit Vorliebe mit Affinity Photo.

 

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